{
    "Rezeptquelle": "www.maischemalzundmehr.de",
    "ExportVersion": "2.0",
    "Name": "H\u00f6rvelsinger Roggen \/ #77",
    "Datum": "28.07.2026",
    "Sorte": "Roggenbier",
    "Autor": "Arminius",
    "Ausschlagwuerze": 0,
    "Sudhausausbeute": 0,
    "Stammwuerze": 12.3,
    "Bittere": 16,
    "Farbe": 42,
    "Alkohol": 5.9,
    "Kurzbeschreibung": "Ein holzgereiftes dunkles Roggenbier. W\u00fcrzig, frisch und trocken. Ein spritziges Brotzeitbier f\u00fcr den Feierabend. Stiltypisch mit grobporigem Schaum und leichter Tr\u00fcbung.",
    "Malze": [
        {
            "Name": "Roggenmalz (7 EBC)",
            "Menge": 2.82,
            "Einheit": "kg"
        },
        {
            "Name": "M\u00fcnchner Malz (16 EBC)",
            "Menge": 1.5,
            "Einheit": "kg"
        },
        {
            "Name": "Pilsner Malz (3 EBC)",
            "Menge": 1.08,
            "Einheit": "kg"
        },
        {
            "Name": "Cara Wheat (125 EBC)",
            "Menge": 0.21,
            "Einheit": "kg"
        },
        {
            "Name": "Weizen Eichenrauchmalz (5 EBC)",
            "Menge": 0.21,
            "Einheit": "kg"
        },
        {
            "Name": "Chocolate Rye (650 EBC)",
            "Menge": 0.18,
            "Einheit": "kg"
        }
    ],
    "Maischform": "infusion",
    "Hauptguss": 27,
    "Einmaischtemperatur": 38,
    "Rasten": [
        {
            "Temperatur": 38,
            "Zeit": 60
        },
        {
            "Temperatur": 45,
            "Zeit": 20
        },
        {
            "Temperatur": 54,
            "Zeit": 30
        },
        {
            "Temperatur": 65,
            "Zeit": 35
        },
        {
            "Temperatur": 72,
            "Zeit": 30
        },
        {
            "Temperatur": 78,
            "Zeit": 30
        }
    ],
    "Abmaischtemperatur": 78,
    "Nachguss": 11,
    "Kochzeit_Wuerze": 90,
    "Hopfenkochen": [
        {
            "Sorte": "Perle",
            "Menge": 12.5,
            "Alpha": 11,
            "Zeit": 75,
            "Typ": "Standard"
        },
        {
            "Sorte": "Hallertauer Tradition",
            "Menge": 10,
            "Alpha": 6.3,
            "Zeit": 10,
            "Typ": "Standard"
        },
        {
            "Sorte": "Saphir",
            "Menge": 31.4,
            "Alpha": 4.7,
            "Zeit": 0,
            "Typ": "Standard"
        }
    ],
    "Gewuerze_etc": [
        {
            "Name": "Irish Moss",
            "Menge": 6.2,
            "Einheit": "g",
            "Kochzeit": 15
        }
    ],
    "WeitereZutatGaerung": [
        {
            "Name": "Holzchips American Oak Heavy Toast",
            "Menge": 31.4,
            "Einheit": "g"
        }
    ],
    "Hefe": "Mangrove Jack's M20 Bavarian Wheat",
    "Gaertemperatur": "17",
    "Endvergaerungsgrad": 79,
    "Karbonisierung": 6.5,
    "Anmerkung_Autor": "Roggenbier, bzw. die fehlende M\u00f6glichkeit ein solches kaufen zu k\u00f6nnen, war urspr\u00fcnglich meine Hauptmotivation, mit dem Brauen zu beginnen. Ich hatte zuvor schon ein paar Fehlversuche mit Roggenbier. Generell ziele ich auf \u00bbSchierlinger Roggen\u00ab ab. Allerdings habe ich das echte Original von Thurn und Taxis zuletzt Ende der 80er Jahre getrunken. Es war herausragend und ungew\u00f6hnlich. Inzwischen habe ich leider keine konkrete Vorstellung mehr, wie das geschmeckt hat. Aber der Traum lebt weiter. Die saisonal gebraute Kuchlbauer-Version soll nicht mehr dem Original entsprechen. Das konnte ich bisher aber noch nicht probieren. Ich habe mangels Referenzvergleich dieses Rezept nicht als Klon eingetragen.\r\n\r\nDer hohe Roggenanteil von insgesamt 50 % erfordert ein paar Spezialma\u00dfnahmen f\u00fcr bessere Flie\u00dff\u00e4higkeit. 10 % Reish\u00fclsen. Ein hohes Wasser-Malz-Verh\u00e4ltnis von 4,5 zu 1. Eine Gummirast bei 38 Grad f\u00fcr 60 Minuten und langes Abmaischen bei 78 Grad f\u00fcr 30 Minuten. Zus\u00e4tzlich die Gaben eines Kaltauszugs f\u00fcr bessere Enzymarbeit, jeweils 1 Liter bei Start 65 Grad, 72 Grad, 78 Grad. W\u00e4hrend der verschiedenen Rasten immer wieder mal den Treberkuchen mit einem Maischepaddel aufstechen.\r\n\r\nHerstellung des Kaltauszugs, bei Narzi\u00df auch \u00bbkalter Satz\u00ab genannt: 4 Liter kaltes Wasser und 1 kg geschrotetes Pilsner Malz f\u00fcr etwa 3 Stunden einweichen. Nur die Fl\u00fcssigkeit wird verwendet und enth\u00e4lt die ben\u00f6tigten zus\u00e4tzlichen Enzyme.\r\n\r\nAlles zusammen sorgt f\u00fcr eine sehr gute Flie\u00dff\u00e4higkeit. Das L\u00e4utern war \u00fcberraschend unproblematisch. Es lief z\u00fcgig wie bei einem normalen Bier, ganz ohne die bef\u00fcrchteten Komplikationen durch den vielen Roggen.\r\n\r\nWasserprofil: Ca:100 \/ Mg:15 \/ Su:65 \/ Cl:130 \/ Na:20 \/ HCO3-:210 \/ RA:+0,3\u00b0dH \/ pH:5,4.\r\n\r\nSch\u00fcttung: Insgesamt 50 % Roggenmalz, 43 % Gerstenmalz und 7 % Weizenmalz. 10 % Reish\u00fclsen. (Ja, das ergibt 110 %, aber die Reish\u00fclsen z\u00e4hlen nicht wirklich zur Sch\u00fcttung.) Alles wird zusammen eingemaischt.\r\n\r\nHopfen: die Basis bilden ganz klassisch Perle und Tradition. Dazu noch eine gute Portion Saphir zum Schluss f\u00fcr eine moderne Note. Eine Kl\u00e4rung ist zwar nicht stiltypisch, ich habe dennoch 0,2 g \/ Liter Irish Moss verwendet, um die Tr\u00fcbung ein wenig zu reduzieren. Hop Stand f\u00fcr 30 Minuten bei 65 Grad.\r\n\r\nBeim Ausschlagen Filterung mit Monofilamentfilter 150\u00b5m.\r\n\r\nG\u00e4rung: 2 P\u00e4ckchen Mangrove Jack\u2019s M20 Bavarian Wheat. Angestellt bei 16 Grad mit rehydrierter Hefe. Verg\u00e4rung bei 17 Grad. An Tag 3 Erh\u00f6hung auf 21 Grad. An Tag 6 Erh\u00f6hung auf 23 Grad. An Tag 9 Erh\u00f6hung auf 28 Grad. Alkoholgehalt nach Hauptg\u00e4rung 5,3 %.\r\n\r\nNach Hauptg\u00e4rung Zugabe von 1 g \/ Liter Holzchips American Oak Heavy Toast. Reifung f\u00fcr 10 Tage bei 14 Grad. Danach Entnahme der Holzchips und Filterung mit Monofilamentfilter 50 \u00b5m.\r\n\r\nKarbonisierung auf 6,5 g CO2 \/ Liter mit je zur H\u00e4lfte Haushaltszucker und Lyle\u2019s Golden Syrup (experimentelle Resteverwertung). Dadurch Steigerung des Alkoholgehalts um 0,6 % auf 5,9 %. Ich verwende den Karbonisierungsrechner von Fabier, die anderen liefern bei mir zu hohe Karbonisierungen. Reifung zwei Monate bei 2 Grad.\r\n\r\nGebraut mit einer Malzrohranlage (Braumeister) und dem LOB-Set, um gen\u00fcgend Platz f\u00fcr die luftig-lockeren Reish\u00fclsen zu haben. Die Sudhausausbeute von 68 % war f\u00fcr meine Verh\u00e4ltnisse exzellent. Normalerweise lande ich bei 60 %."
}