Malzbier // Alkoholfreies Bier

Malzbier

für L Ausschlagwürze

bei % Sudhausausbeute

Erstellt von: OnkelBernd am 19.10.2015

Stammwürze: 13% | Bittere: 35 IBU | Farbe: 35 EBC | Alkohol: 0.7 %

Malzbier wie man es kennt.

Brauwasser

Hauptguss:

6 ¼ L

Nachguss:

6 ¾ L

Gesamt:

13 L

Schüttung

Münchner Malz:

820 g (40.2%)

Wiener Malz:

820 g (40.2%)

Pilsner Malz:

360 g (17.9%)

Röstmalz (1300EBC):

34 g (1.7%)

Gesamt:

2.03 kg

Maischplan:

Einmaischen:

61 °C

1.Rast:

57 °C für 10 min

2.Rast:

64 °C für 35 min

3.Rast:

72 °C für 20 min

Abmaischen:

78 °C

Würzekochen: ?

Würzekochzeit:

70 min

Magnum:

10 g, % α-Säure , 60 min

Magnum:

5 g, % α-Säure , 10 min

Magnum:

5 g, % α-Säure , 0 min

Gärung und Reifung:

Hefe:

US-05

Gärtemperatur:

18 °C

Karbonisierung:

5.0 g/l

Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept

Hefe kann eine beliebige gewählt werden, bei mir wars US-05 (kalte Temperaturen vom Vorteil, damit der Zeitpunkt zum pasteurisieren nicht verpasst wird)

Vorgehen:
Die Gärung wird beim Malzbier nur zur Carbonisierung benötigt. Hefe wie gehabt zur Würze geben und somit die Gährung in Gang bringen. Unmittelbar nachdem die Gärung angekommen ist, kann in Flaschen abfüllt werden. Parallel eine "Schnellgärprobe" bei gleicher Temperatur wie die Flaschen bei seite stellen, welche hin und wieder gespindelt werden kann. Ist der Spindelwert um 0,004kg/m³ (entspricht hier etwa einem Delta von 1°P) gefallen, sind Näherungsweise 5g CO²/l erreicht. Nun die Flaschen zum Stoppen der Gärung für 15min bei 70°-75° pasteurisieren. Flaschen nicht in heißes Wasser stellen - kalt beginnen! Die Hefe wird nun abgetötet und die Gärung stopt. Vorsicht - es herrschen hohe Drücke in den Flaschen beim erhitzen!

Ergebnis ist ein super malziges Bier mit ausgeprägten und den Geschmack dominierenden Karamell und Toffeenoten. Etwas Kakao/ Schokolade. Hopfung trotz 35IBU immer noch dezent und eher im Hintergrund (für meinen Geschmackt, ich stehe auf Hopfen). Wer es eher süffig mag, geht auf 25IBU und lässt die späten Hopfengaben weg.

Reifung etwa 6 Wochen.

Benutzerkommentare zu diesem Rezept

chrizo77 06.10.21, 19:23 Uhr
Ist das Rezept so wie es ist "Kindertauglich" ? Ich denke ich müsste auf jeden Fall den Hopfen reduzieren damit es einem 10 jährigen schmeckt. Und etwas Alkohol wird doch bestimmt auch produziert. Wie ist dass den mit dme "Original" ? Ist da Hopfen drin ? Ich hab das nur als süsse Plörre in Erinnerung .. aber meine Kinder fahren voll drauf ab. Also muss ich es versuchen...
Mäss 10.02.21, 19:59 Uhr
Ich habe das Bier jetzt zum 5. Mal gebraut und werde es nun für mich verbessern. Leider ist es sehr wässrig und mit über 30IBU viel zu bitter. Ich bin auf 27IBU und werde beim nächsten Sud auf 25IBU runter gehen. Desweiteren muss etwas gegen die wässrigkeit gemacht werden. Macht es evtl. Sinn die Stammwürze auf 13,5 oder 14°Plato anzuheben? Ich denke ich werde es mal so versuchen. Ansonsten ist das Bier so okay, es könnte nur etwas dunkler sein.
Zuletzt geändert: 10.02.21, 20:00 Uhr
OnkelBernd 08.10.20, 16:13 Uhr
Zuletzt geändert: 08.10.20, 16:15 Uhr
Wizzzz 08.10.20, 15:48 Uhr
Moin... ...das Rezept klingt sehr lecker. Habs grad ausprobiert und es so richtig mit Anlauf versemmelt. Irgendwas ist vom Auge zum Hirn schiefgegangen und ich habe fast ein 1Kg Röstmalz da reingekippt. Nach dem Läutern schmeckt das grad wie zu süßer Kaffe... Ich werd jetzt mal einen weiteren Sud mit 100%Buchenrauchmalz machen und das dann verschneiden. Bin gespannt was da rauskommt.
Zuletzt geändert: 08.10.20, 15:49 Uhr
Spelzebub 22.10.19, 11:16 Uhr
Hallo, wie lange hält sich das Malzbier ungefähr? Liege ich richtig mit der Annahme dass durch das Pasteurisieren in Puncto Haltbarkeit der niedrigere Alkoholgehalt ausgeglichen wird? Für längere Haltbarkeit würde es dann ja sicherlich Sinn machen wie beschrieben etwas stärker zu hopfen.
MalziAndre 05.03.19, 19:52 Uhr
Grüße an alle Braufans. Bin absoluter Anfänger und habe dein Rezept ausprobiert. Ging echt prima. 13,5°P als Stammwürze mit Brewers Gold 5% alpha Säure. Gärung uns Karbonisierung lief super (mit der US-05). Jetzt sind 3 Wochen vergangen. Neugierig wie Anfänger nun mal sind, wurde eine Flasche verkostet. Einstimmiges Urteil: geschmacklich super, aber leicht wässrig - es fehlt der vollmundige Bumms. Kommt der in weiteren 3 Wochen Reifung, also ingesamt 6 Wochen? Oder woran kann das liegen? Am Hopfen? Das Röstmalz hatte nur 1200 EBC? Wasser 16°dH wurde mit Milchsäure behandelt (Berechnung mit MMum-Rechner). Oder sollte ich beim nächsten Versuch etwas Caramalz dazugeben?
Andy1691 03.03.19, 20:12 Uhr
Hallo, Vor 4 Wochen habe ich dieses Malzbier nachgebraut und noch heiß direkt ins Fass gegeben und nach dem Abkühlen mit Co2 karbonisiert. Jetzt nach 4 wochen kaltreifung mal probiert... Leider schmeckt man nur den hopfen und das zu deutlich. Noch warten und hoffen oder wird sich das nicht ändern. Lg
Dubisten_Blödian 13.01.19, 19:16 Uhr
Frage als Neuling/ Hobbybrauer: zählt ein solches Bier dann zu der jährlichen Freimenge, muss ich hier auch einen Sudbericht führen oder fällt das alles weg, da es ja "keinen" Alkohol beinhalten wird bzw ein so geringe Menge?
Humpenproletariat 21.12.18, 00:49 Uhr
Kommt in das Rezept noch irgendwo Invertzuckersirup, Traubenzucker oder ähnliches? Wundere mich über den doch sehr bitteren Geschmack. Bin grad am runterkühlen, noch vor'm abfüllen.
OnkelBernd 19.11.18, 16:28 Uhr
Ja, hatte ich anfangs auch erst überlegt so zu tun, hatte aber Angst, dass es mir das verschlossene Keg zusammenzieht, wenn die Flüssigkeit abkühlt und das Volumen kleiner wird. Dadurch entsteht ja Unterdruck im Fass. Es offen abkühlen zu lassen wollte ich nicht, weil ja viele Zucker noch vorhanden sind und die Infektionsgefahr dann schon vorhanden ist.
meisterleister 19.11.18, 12:56 Uhr
Guten Tach Zusammen, ich möchte in den nächsten Tagen, gerne ein Malzbier einbrauen. Jetzt möchte ich gerne folgenden Gedankengang mit euch teilen, ob das funktioniert: Wenn die Gärung angekommen ist, könnte man doch das Malzbier zurück in den Kochtopf geben und auf 80 Grad erhitzen für ca. 15min. Dann in ein Keg-Fass und karbonisieren. Jetzt einfach mit einem Gegendruckabfüller füllen. Dürfte keine Risiken beinhalten oder? Danke für eure Hilfe.
Hightower 14.10.18, 23:08 Uhr
Moin, Ich habe das Rezept eins zu eins nachgebraut und bin sehr positiv überrascht, megaaa lecker. Ich habe allerdings auf die Gärung verzichtet, weil ich das Malzbier in einem Keg abgefüllt und karbonisiert habe. Ich werde es auf alle Fälle nochmal brauen. Vielen Dank für das Rezept.
OnkelBernd 13.08.18, 06:36 Uhr
Theoretisch geht das. Der Alkohol, auch wenn es nur wenig ist, bringt aber Geschmack mit ein. Ich habs aber nie ohne Gärung probiert. Kann auch marginal sein. Die größere Sorge hatte ich, dass sich das keg mit zusammen zieht beim abkühlen.
BS-Brauer 12.08.18, 21:01 Uhr
Bitte verzeiht die Frage wenn Sie zu doof sein sollte. Ich fülle meine Biere in NC Kegs ab, würde es nicht genauso gut gehen den Sud heiß in ein keg zu füllen und dann im Keg abkühlen zu lassen. Dann (abgekühlt) mit der Kohlendioxid Flasche karbonisieren und im Kühlschrank reifen lassen... Funktioniert das oder ist das Risiko zu groß dass das auch ohne Hefe anfängt zu gären?
skebbl 08.01.18, 23:15 Uhr
Servas, vielen Dank für das Rezept! Ich hab es genau wie von dir beschrieben umgesetzt, das Malzbier wurde spitze! Auch wenn die 35IBU heftig klingen (und am Anfang heftig sind), lässt die Bittere schnell nach. Geschmacklich sehr lecker, Farbe wie erwartet und die Karbonisierung passt perfekt. Habe die Brewferm TOP verwendet, ca. 4 Stunden zum ankommen und ca. 3 Stunden für 1°P. Habe Kronkorken verwendet. Beim pasteurisieren ist weder ein Korken aufgegangen, noch ist eine Flasche geplatzt. Top!
Borzy 08.03.16, 13:02 Uhr
Danke für die tolle Idee und das Rezept!! Habe es am Wochenende nachgebraut. Hier meine Erfahrungen: Ich habe das Rezept etwas abgewandelt und dann nach Anleitung abgefüllt und pasteurisiert. Die Hefe (T-58) hat bei 20 C ca 3 Std zum Ankommen gebraucht. Dann nur weitere 2 Std bis um 1P gefallen (die Hefe hatte aber über Nacht schon gearbeitet). Beim Pasteurisieren hatte ich ein paar Probleme: zwei Flaschen sind explodiert (der Boden wurde abgesprengt). Habe Bügelflaschen benutzt. Einige Flaschen haben tatsächlich nachgegeben. Eventuell sind die Flaschen explodiert, da ich in die Flaschen Honig (60 g/l) vorgelegt habe. Zum Test hatte ich auch eine Kronkorkenflasche (mit Honig) verwendet. Diese ist heil geblieben. Ergebnis: Trotz eines rechnerischen Alkoholwerts von 1,8% ist das Bier super malzig und süß geworden. Den Honig einzusetzen war auch eine super Idee! Habe auf 30 IBU gebittert. Passt für meinen Geschmack auch sehr gut. Bin gespannt wie es nach längerer Lagerung schmeckt. Wird definitiv wieder gebraut!!
OnkelBernd 24.11.15, 17:32 Uhr
Hey, also ich mache immer einen ca. 800ml großen Starter. Den gebe ich zu den 22Litern Würze. Es dauert dann ungefähr 3-4h (bei 18°C) bis die Gährung ankommt. Dann wird auf Flaschen abgefüllt. Dann braucht es weitere 7-8h (auch 18°C) bis die Reduzierung von 1°P erreicht ist. Gut Sud!
henrikwilken 24.11.15, 17:28 Uhr
Moin wie lange hat das Bier bei dir gebraucht im 1 °P zu sinken?
opa bubi 15.11.15, 14:08 Uhr
Danke für die schnellen Antworten....
OnkelBernd 15.11.15, 13:53 Uhr
1.: Der Flaschenbauch sollte schon bedeckt sein, falls du bauchige Flaschen verwendest (Longneck etc.). Das Bier darin muss 70-75°C erreichen, auch das im Hals. Ggf. verlängert sich die Pasteurisierungsdauer mit weniger Wasser im Topf. Ich verwende zum brauen immer einen Einkochautomaten und pasteurisiere dort auch drin. Das geht super. 2.: Nein können nicht offen bleiben, da dann seine gebundene Kohlensäure wieder entweicht. Der CO² Gehalt im Bier ist eine Funktion von Temperatur und Druck. Steigt also die Temperatur, steigt muss auch der Druck steigen, damit der CO² Gehalt gleich bleibt. Ich würde übrigens auch von Kronkorken abraten, lieber Bügelflaschen. Die geben ggf leicht nach und der Überdruck kann neben den Gummis entweichen. Kronkorken fliegen sofort ab.
opa bubi 15.11.15, 13:47 Uhr
Fragen eines Brauneulings..... 1.Wie hoch sollten die Flaschen im Topf bedeckt sein? 2.Können die Flaschen nicht für die Zeit der Pasteurisierung offen bleiben?