Wiener Malzer

Wiener Lager

Autor: Ivo | Erstellt am 17.12.2025

St.würze 12.8%
Bittere 26IBU
Farbe 24EBC
Alkohol 5.3%

Ein schlichtes Wiener Lager: Bernsteinfarben mit angenehmer Malzigkeit ohne mastiger Süße und einer ausgewogenen Bittere. Malz, dezente Brotkruste und Honignoten findet man bei der Verkostung. Das Bier hat den 1. Platz bei der Rhein-Main Meisterschaft der Hobbybrauer 2025 in der Kategorie "Wiener Lager" BJCP Kategorie 7A belegt.

für Ausschlagwürze
bei Sudhausausbeute

Brauwasser

Hauptguss 36.7 Liter
Nachguss 23.4 Liter
Gesamt: 60 Liter

Schüttung

Wiener Malz
7.65 kg(89.6%)
Cara Münch II
430 g(5%)
Spitzmalz
340 g(4%)
Special W
120 g(1.4%)
Gesamt: 8.54 kg

Maischplan

Einmaischen 37°C
1. Rast 37°C 10 min
2. Rast 54°C 4 min
3. Rast 63°C 30 min
4. Rast 72°C 20 min
Abmaischen 77°C

Würzekochen?

Gesamtkochzeit: 70 min
Hallertauer Mittelfrüh
8.9 g Vorder­würze
Hallertauer Tradition
30.3 g Vorder­würze
Hallertauer Mittelfrüh
7.1 g 10 min
Saazer
12.1 g 10 min
Hallertauer Mittelfrüh
12.8 g 0 min
Saazer
21.7 g 0 min

Gärung und Reifung

Hefe:

WLP835 oder L26

Gärtemperatur:

8-10 °C

End­vergärungsgrad:

79%

Karbonisierung:

5.2 g/l

Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept

Es gibt durch die fixen Eingabemasken in der Rezeptbeschreibung einige Besonderheiten zu beachten. 1:1 übernehmen klappt ja eh nie und sollte für die eigene Anlage nachgerechnet werden:

Wasserprofil!
--> Calcium=51, Magnesium=11, Sulfat=51, Chlorid=74, RA °dH=-0,5, Maische-pH=5.3-5.4

Malz!
Keine Besonderheiten in der Zutatenliste.

Maischplan / Dekoktions-Zwischenschritt!
-> Nach der 63/64°C Rast (30 Minuten) habe ich ca 33-35% des Volumens als Dickmaische entnommen und in einem separaten Topf auf 72°C erhitzt. Nach 10 Minuten Rast weiter erhitzt und 25 Minuten gekocht. Die Dickmaische ist dann wieder zurückgebrüht worden, um mit der Gesamtmaische auf die Verzuckerrungsrast bei 72°C zu kommen (notfalls etwas nachheizen). Danach gemäß dem eigentlichen Maischplan weiter machen.

Hopfen & Nachisomeriezeit!
--> Ich kühle bis 80°C meistens nicht aktiv runter, was mir in dem Beispiel der Rezeptdaten eine Nachisomeriezeit von ~45Min beschehrt. Das ergibt eine theoretische Erhöhung der Kochzeit von ~25Min in der Hopfenberechnung. So habe ich einen schönen Trubkegel und beim Umpumpen in den Unitank kühle ich mit einem Gegenstromkühler aktiv herunter. Restliche Abkühlung auf Anstelltemperatur erfolgt über den Kühlmantel des Unitanks. Wer direkt kühlen möchte muss die Hopfengaben entsprechend anpassen, damit ca. 25 IBU getroffen werden.

Hefe und Gärführung!
--> Zum Einsatz kam WLP835 und L26 Erntehefe als Splitbatch, angestellt bei 8°C. Ich favorisiere die WLP835, aber die L26 hatte ich damals eingereicht und hat den 1. Platz bei der RMM25 geholt. Ich habe auch weiterhin kalt und zunächst drucklos vergoren, nach einiger Zeit auf 10°C angehoben und später bei 12°C gespundet auf Zielkarbonisierung (Drucktank).

Meine Karbonisierung wurde auf 5.2 g/L angesetzt.

Die Reifezeit sollte schon gut 2 Monate sein.

Viel Spaß mir dem Rezept,
Ivo (S1WL im Hobbybrauerforum)
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