Moabiter Weisse

Sauerbier

fürL Ausschlagwürze

bei % Sudhausausbeute

Erstellt von: der_ak am 01.07.2019

Stammwürze: 8.8% | Bittere: 1 IBU | Farbe: 5 EBC | Alkohol: 4.2 %

Eine klassische Berliner Weiße: ungekocht, maischegehopft, mit gemischten Kulturen vergoren. Schmeckt jung wie ungesüßte Zitronenlimonade. Das hier dokumentierte Bier hat 2019 im Rahmen des Berliner Weiße Gipfels den Heimbrauwettbewerb SLOSH SOUR gewonnen.

Brauwasser

Hauptguss:

10 L

Nachguss:

16 L

Gesamt:

26 L

Schüttung

Helles Weizenmalz:

2 kg (57.1%)

Gerstenspitzmalz:

1 kg (28.6%)

Böhmisches Tennenmalz (Pilsner Art):

0.5 kg (14.3%)

Gesamt:

3.5 kg

Maischplan:

Einmaischen:

46 °C

1.Rast:

53 °C für 40 min

2.Rast:

62 °C für 15 min

3.Rast:

72 °C für 45 min

Abmaischen:

72 °C

Würzekochen: ?

Würzekochzeit:

1 min

Tettnanger (Vorderwürze):

6 g, % α-Säure

Gärung und Reifung:

Hefe:

S-04, WLP672, WLP650

Gärtemperatur:

20 °C

Endvergärungsgrad:

91%

Karbonisierung:

6 g/l

Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept

Der Hopfen wird mit eingemaischt. Die nach dem Läutern gesammelte Würze wird nur kurz auf 80°C erhitzt, dann auf 20°C abgekühlt (Die Formulareingabe erlaubt leider keine Kochzeit von 0 Minuten). Dann wird ein halbes Tütchen S-04 Trockenhefe sowie jeweils eine ganze Ampulle WLP672 Lactobacillus brevis und WLP650 Brettanomyces bruxellensis beigegeben. Nach der Hauptgärung verbleibt das Bier weiterhin im Gärbehälter, bis die Brettanomyces ihre Nachgärung beendet hat. In meinem Fall war das Ergebnis ein Restextrakt von 0.8°P. Dann mit Zucker auf 6g/l karbonisieren und in Flaschen abfüllen und reifen. Die Berliner Weiße sollte etwa 2 Monate nach Brautag gut trinkbar sein und sich über mehrere Monate bis Jahre hin geschmacklich noch verbessern.

Benutzerkommentare zu diesem Rezept

der_ak 06.03.20, 21:57 Uhr
Die Eiweißrast bei 53°C oder mehr wirkt sich positiv auf die Schaumstabilität aus, allerdings nur bei gering gelösten Malzen oder einem großen Anteil Rohfrucht. Bei modernen Malzen wäre das nicht mehr notwendig, bzw. dem Bier sogar abträglich, aber nachdem die Schüttung eine große Menge Spitzmalz enthält, kann man problemlos eine relativ lange Eiweißrast durchführen. In meinem Sud, den ich für den SLOSH-SOUR-Wettbewerb gebraut habe, war die Schaumstabilität sehr gut, besser als ich sie bei kommerziell gebrauten traditionellen Berliner Weißen bisher erlebt habe.
dop3 06.03.20, 21:12 Uhr
habe noch eine Frage zu den Rasten. Was hatte die 53° Grad Eiweißrast für einen Einfluss auf die Schaumstabilität, und warum ist diese Rast so lange(40min)?
der_ak 04.03.20, 23:06 Uhr
Gerstenspitzmalz. Ich habe kein für Heimbrauer erhältliches Weizenspitzmalz gefunden, und selbst zu mälzen war mir zuviel Aufwand. Ich hab das Rezept aktualisiert.
Zuletzt geändert: 04.03.20, 23:07 Uhr
dop3 04.03.20, 22:49 Uhr
hast du Weizenspitzmalz oder Gerstenspitzmalz verwendet?
DerDallmann 20.02.20, 09:44 Uhr
Das Rezept liest sich super. Zutaten sind bestellt, Brautag irgendwann Mitte März. Ich nehme die claussenii anstatt der brux, war gerade nicht anders zu bekommen. Sollte aber auch passen, denke ich. Ich berichte...
Zuletzt geändert: 20.02.20, 09:45 Uhr