Gschupfter Ferdl

Wiener Lager

Autor: Räuber Hopfenstopf | Erstellt am 14.01.2026

St.würze 13.3%
Bittere 29IBU
Farbe 27EBC
Alkohol 5.1%

Ein Wiener Lager, gebraut mit dem Earl'schen Kochmaischverfahren. Relativ dicht am Schwechater Original, malzig, gut ausbalanciert, schöne Hopfennote. Der schöne Name stammt direkt aus Wien vom Braukollegen DrFludribusvonZiesel. Vielen Dank dafür! Ich bin darauf hingewiesen worden, dass die Hefe nicht stiltypisch ist. Das stimmt wohl, die BJCP Guidelines sagen "German Lager Yeast". Ich nehme die M-84 gern, weil sie relativ neutral vergärt und etwas Malzkörper übrig lässt. Diacetyl ist, obwohl es eine tschechische Hefe ist, kein Thema. Wer es stilechter mag, sollte vielleicht die Lallemand Diamond Lager nehmen. Man munkelt, dass wäre die Sedlmayer Hefe, die auch Anton Dreher genommen hat.

für Ausschlagwürze
bei Sudhausausbeute

Brauwasser

Hauptguss 25.4 Liter
Nachguss 15 Liter
Gesamt: 40 Liter

Schüttung

Wiener Malz
5.12 kg(80%)
Münchner Malz II
0.64 kg(10%)
Cara Münch II
0.384 kg(6%)
Melanoidinmalz
0.256 kg(4%)
Gesamt: 6.4 kg

Maischplan

Einmaischen 57°C
1. Rast 64°C 30 min
2. Rast 72°C 30 min
3. Rast 100°C 20 min
4. Rast 64°C 30 min
5. Rast 72°C 30 min
Abmaischen 78°C

Würzekochen?

Gesamtkochzeit: 80 min
Saazer
68 g 60 min
Saazer
32 g 20 min

Gärung und Reifung

Hefe:

Mangrove Jacks M84 Bohemian Lager

Gärtemperatur:

8 - 11 °C °C

End­vergärungsgrad:

70%

Karbonisierung:

5.3 g/l

Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept

Ich habe das Rezept als Infusion angegeben, da ich das Earl'sche Kochmaischverfahren hier nicht darstellen konnte. Die Sache ist recht einfach:
Die erste Hälfte der Schüttung wird mit einem Teil des Hauptgusses dick eingemaischt (ca. 1:2,8), dann folgen die Rasten bei 64 °C und 72 °C, jeweils 30 Minuten. Anschließend wird die Maische 20 Minuten gekocht. Gut rühren! Dabei hört man idealerweise Johann Strauß. Danach kommt der zweite (größere) Teil des Hauptgusses dazu. Die Temperatur sollte so sein, dass man auf ungefähr 64 °C kommt. Die zweite Hälfte der Schüttung kommt dazu, die Rasten werden wiederholt (64 °C und 72 °C für 30 Minuten). Danach normal läutern, ggf. vorher etwas aufheizen.
Wer das Bier etwas schlanker mag, teilt die Schüttung 40/60, für ein noch malzigeres Bier 60/40.
Das Wasser haben wir auf folgende Werte eingestellt: Calcium 70 mg/l, Natrium 37 mg/l, Sulfat 32 mg/l; Chlorid 67 mg/l, Restalkalität 3,5 °dH.
Angestellt mit ausreichend Hefe (mindestens 2 Beutel auf 30 Liter, besser 3) oder einem ausreichenden Starter. Wir stellen bei 8 °C an und lassen nach 4-5 Tagen langsam auf 10 °C kommen.
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Benutzerkommentare zu diesem Rezept

Räuber Hopfenstopf 02.03.26, 18:51 Uhr
Hallo, wir haben das Rezept mittlerweile oft gebraut und es gab leichte Änderungen. Mit CaraBohemian wird es etwas dunkler und geht farblich leicht am Schwechater vorbei. Mit CaraMünch II passte es etwas besser. Beides werden sehr schöne Biere, wir nehmen meist das CaraMünch II.
mschmidt 01.03.26, 09:37 Uhr
In deinem Original-Rezept (2024, Thread 34205 im Forum) hast Du noch Cara Bohemian statt Cara Münch 2 verwendet. Sind die beiden austauschbar oder macht es einen signifikanten Unterschied?
Räuber Hopfenstopf 15.01.26, 08:00 Uhr
Danke für den Hinweis! Das Bier ist natürlich untergärig. Beim Hochladen des Rezeptes hatte ich ein paar Probleme und musste es zweimal eingeben. Dabei habe ich das wohl übersehen.
Stuggbrew 14.01.26, 22:15 Uhr
Hallo Räuber, Sehr schönes Rezept, das auf die to brew Liste kommt. Nur als Hinweis - es wird als OG angezeigt; stiltypisch hat ihr ja aber UG gefahren