Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept
Apfelsaft (am besten frisch gepresst) mit hohem Zuckergehalt* 21 Liter1 Päckchen (9g) Cider Hefe Mangrove Jack’s M02 CIDER Trockenhefe og
(1 Päckchen ist für bis zu 23 Liter)
Maischeplan und Kochen ist in der Maske hier vorgegeben findet aber nicht statt!
Ca. 2 Wochen in einem Gärbehälter vergären lassen (Hauptgärung) –
Obergärung zwischen 20 und 22 °C
Dann abfüllen in ein Keg oder in Flaschen.
Zum Aufsüßen einen unvergärbaren Zucker wie z.B. Birkenzucker (Xylit) verwenden und zum Karbonisieren (für die Bildung von Kohlensäure in der Nachgärung) Traubenzucker hinzugeben.
In meinem Fall:
18 gr. Birkenzucker/Liter
8 gr. Traubenzucker/Liter
Hinweis Traubenzuckermenge zuvor mit Hilfe eines Karbonisierungsrechner bestimmen, um Flaschenbomben zu vermeiden -> https://www.maischemalzundmehr.de/index.php?inhaltmitte=toolsspeiserechner oder
https://fabier.de/biercalcs.html
Das entspricht bei einem 19,5 l NC Keg 351 gr. Birkenzucker und 156 gr. Traubenzucker
Auf eine 0,33 L Flasche sind es 6 gr. Birkenzucker und 2,66 gr. Traubenzucker.
*Zum Zuckergehalt
Bei Handelsüblichen Apfelsaft steht der Zuckergehalt auf der Verpackung. Dieser liegt in der Regel bei 10 – 10,5 %. Das Ganze funktioniert auch mit Apfelsaft aus dem Supermarkt egal ob Direktsaft oder aus Konzentrat.
Messungen mit der Bierspindel (geeicht auf 20°C – daher muss es Korrektur gerechnet werden) meines frisch gepressten aus eigenen Äpfeln: 12°P bei 12,5°C - Das entspricht 11,6 °P also 11,6 %
Nach der der Hauptgärung gemessen 0 °P bei 23,6 °C das entspricht 0,21°P
Scheinbarer Restextrakt: 0.2°P
Tatsächlicher Restextrakt: 2.3°P
Scheinbarer Endvergärungsgrad: 98.2%
Tatsächlicher Endvergärungsgrad: 80.2%
Alkoholgehalt: 4.8 Gew.% bzw. 6 Vol.%
Durch die Traubenzuckergabe Veränderung Alkoholgehalt: +0.5% vol
Das Ganze sind Bier-Rechner – Cider- und Weinhefen haben einen sehr hohen Endvergärungsgrad … verstoffwechseln nahezu 100% der vorhanden Zuckers daher Geschätzter Alk. Gehalt nach der Karbonisieruung ca. 6,5 – 6,8 % vol.
Benutzerkommentare zu diesem Rezept
mylinux
23.01.26, 20:03 Uhr
Hallo Upgrayedd,
vielen Dank für Deinen Kommentar, einen Gärungsabbruch bzw die Hefe inaktiv machen mit Hilfe von Schwefel/Sulfite wie beim Weinausbau ist auch eine Möglichkeit.
Hier habe ich mich noch nicht so richtig eingelesen.
Beste Grüße.
Michael
Upgrayedd
23.01.26, 16:33 Uhr
Habe ich auch schon mit eigenem Saft gemacht und am Grundrezept nichts auszusetzen - alles solide!
Ich persönlich finde, dass Birkenzucker einen Eigengeschmack hat, wie alle Ersatz-Süßstoffe. Wer ähnlich empfindet kann folgendes probieren:
Nach Abschluss der Gärung schwefeln mit 0,1g/l Kaliumpyrosulfit. Hilft bei der Klärung, bindet eingetragenen Sauerstoff und ist für die weiteren Schritte notwendig.
Nach dem Abziehen kann mit Kaliumsorbat stabilisiert werden (0,25g/l).
Nach 24h sollte alle Hefe soweit unterdrückt sein, dass ihr die Süße mit Haushaltszucker oder Fructose nach Geschmack einstellen könnt.
Dann kann der Cider im Keg zwangskarbonisiert werden und später gezapft oder mit GDA in die Flasche.
mylinux
23.01.26, 09:21 Uhr
Zusatz:
Ich habe nicht alles ins Keg bekommen daher noch 3 Flaschen zusätzlich... das Keg habe ich später mit dem Gegendruckabfüller auf 0,2 l und 0,33 l Flaschen abgefüllt. Die schicken Etiketten hat meine Familie designt.
Zuletzt geändert: 23.01.26, 09:21 Uhr