Fraoch Beoír

Scottish Ale

für L Ausschlagwürze

bei % Sudhausausbeute

Erstellt von: flaschenpost am 16.11.2017

Stammwürze: 12.5% | Bittere: 12 IBU | Farbe: 14 EBC | Alkohol: 5.2 %

Schottisches Heideblütenale mit Gagel - schlank malziges Bier das wunderbar blumig schmeckt - lecker!

Brauwasser

Hauptguss:

20 L

Nachguss:

9 ½ L

Gesamt:

29 L

Schüttung

Pale Ale Malz:

4.3 kg (74.1%)

Weizenmalz, hell:

0.9 kg (15.5%)

Carared:

0.6 kg (10.3%)

Gesamt:

5.8 kg

Maischplan:

Einmaischen:

57 °C

1.Rast:

55 °C für 10 min

2.Rast:

66 °C für 90 min

Abmaischen:

78 °C

Würzekochen: ?

Würzekochzeit:

90 min

First Gold (Vorderwürze):

22 g, % α-Säure

Gagel (getrocknet):

6 g für 60 min mitkochen

Heideblüten (getrocknet):

94 g für 20 min mitkochen

Gagel (getrocknet):

6 g für 20 min mitkochen

Irish Moss (optional, 0,1g/L)):

3 g für 10 min mitkochen

Gagel (getrocknet):

6 g für 5 min mitkochen

Gärung und Reifung:

Hefe:

Wyeast #1728 Scottish Ale ODER Danstar Nottingham

Zusätzlich in die Gärung / Nachgärung:

94 g Heideblüten (getrocknet)

Gärtemperatur:

19-22 °C

Endvergärungsgrad:

77.2%

Karbonisierung:

5 g/l

Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept

Wenn das Bier ausgegoren ist werden die Heideblüten für 7 Tage zugegeben. Ich habe sie in keiner Weise zuvor präpariert und der Alkohol im ausgegorenen Bier hilft bei der Aromaextraktion.
Es ist ein wirklich leckeres Bier und schmeckt auch noch nach 10 Monaten wirklich gut. Der Geschmack verändert sich allerdings über die Zeit: Wenn es jünger ist (bis ca 6 Monate) stechen die blumigen Heideblüten hervor, obwohl die Kräuterbittere und Aromen des Gagel auch nicht untergehen. Später wird es einfach sehr gut ausbalanciert und die Heide erinnert mich dann ein wenig an Rosenduft.

Ursprünglich hatte ich geplant dieses Bier mit der Wyeast #1728 Scottish Ale zu brauen, das Paket war aber leider tot, weshalb ich stattdessen ein Päckchen für den Notfall zurückgelegter Nottingham Ale Hefe verwendet habe. Es ist aber auch mit dieser Hefe ein wirklich leckeres Bier geworden.

Die Diskussion zur Formulierung dieses Rezeptes findet sich hier: http://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=17&t=8290&p=130782&hilit=schottisches+heide#p125841

Benutzerkommentare zu diesem Rezept

SneverBrau 15.05.21, 20:23 Uhr
Moin! Ich habe das Fraoch jetzt ein zweites mal gebraut. Dazu habe ich die Gabe an Gagel (selbst gesammelt am Straßenrand eines Wirtschaftsweges, KEIN Naturschutzgebiet!) leicht erhöht. Von 6g auf 8g je Gabe, also je 33% mehr. Dadurch wird es etwas würziger und ganz leicht bitterer. Der erste Sud war super, mir aber ein wenig zu mild. Ich habe beim zweiten mal NICHT mit Blüten (Bio Erikablüten vom "Achterhof") gestopft und das Bier war ebenso blumig wie das zuvor gestopfte. Und es war viel einfacher und infektionssicherer. Morgen braue ich es wieder mit den besagten Änderungen. Es kommt wohl auf meinen jährlichen Braukalender :-)
Zuletzt geändert: 15.05.21, 20:33 Uhr
JanB 01.05.21, 20:03 Uhr
Klasse, dann werd ichs genauso machen :) Bis mein Gagel so weit ist, dass ich Blätter ernten kann dauert es wohl noch ein paar Monate, aber die Vorfreude ist schon mal da!
Flaschenpost 01.05.21, 18:22 Uhr
Abgekocht habe ich die Blüten nicht. Ich habe sie einfach so reingegeben und hatte keinerlei Infektion. Zum Stopfen: Ich habe nicht verglichen wie stark der Unterschied gestopft vs. ungestopft ist. Ich vermute aber, dass es dann schon einen bemerkbaren Unterschied machen würde. Wenn die Blüten allerdings nicht absinnken, ist der Kontakt aber ja auch reduziert... womöglich kann man dafür ja eine Lösung mit einer Hopfensocke finden. Beste Grüße, Alex
Zuletzt geändert: 01.05.21, 18:32 Uhr
JanB 30.04.21, 21:09 Uhr
Moin! Im Forum hast Du geschrieben, dass Du die Heideblüten zum Stopfen vorher abkochen würdest...hast Du das am Ende auch wirklich so gemacht oder hast Du noch einen anderen Weg gefunden?
SneverBrau 17.03.20, 21:15 Uhr
Moin Flaschenpost, ich wohne in de Lüneburger Heide und suchte nach einer Möglichkeit ein Bier mit Verbindung zur Region zu brauen. Da kam ich auf die Idee Heideblüten zu verwenden und somit auf das Fraoch. Ich habe den Sud gewagt und der Mut hat sich ausgezahlt!!! Das ist ein sehr besonderes aber hervorragendes Ale! Sowohl die Heideblüten als auch der Gagel machen etwas Besonderes mit dem Bier! Toll blumig, kräuterig und Gagel-würzig. Es ist nicht jedermanns Geschmack, aber das erwarte ich von einer Spezialität auch nicht. Dafür gab es etliche Tester die wie ich schier begeistert waren! Ich hatte Mühe mit dem Blüten stopfen weil die federleichten trockenen Blüten stur oben schwammen und nicht ins Bier sinken wollten. Bringt das stopfen geschmacklich viel oder wäre es auch verzichtbar? Gruß, SneverBrau