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Belgisches Wit

Belgisches Witbier/Blanche

fürL Ausschlagswürze

bei % Sudhausausbeute

Erstellt von: Boludo am 02.02.2012

Stammwürze: 12% | Bittere: 18 IBU | Farbe: 6 EBC | Alkohol: 5 %

Leckerer Durstlöscher

Brauwasser

Hauptguss:

20 L

Nachguss:

17 L

Gesamt:

37 L

Schüttung

Pilsner Malz:

3.02 kg (55%)

Bio Weizen Rohfrucht:

2.2 kg (40%)

Haferflocken körnig:

270 g (5%)

Gesamt:

5.49 kg

Maischplan:

Einmaischen:

42 °C

1.Rast:

50 °C für 20 min

2.Rast:

55 °C für 20 min

3.Rast:

62 °C für 30 min

4.Rast:

72 °C für 30 min

Abmaischen:

78 °C

Würzekochen: ?
Die angegebenen Zeiten hinter den einzelnen Hopfengaben sind die Kochzeiten und bedeuten wie lange diese Hopfengabe mit der Würze gekocht wird. So bedeuten 20 min eine Zugabe 20 min vor Kochende und 0 min ein Zugabe direkt am Kochende. Vorderwürzehopfung bedeutet eine Zugabe noch bevor die Würze kocht, also z.B. direkt nach dem Läutern. Unter Whirlpoolhopfung ist eine Hopfengabe nach Kochende und (meist) nach einer Abkühlung auf z.B. 80°C direkt in den Whirlpool zu verstehen.

Würzekochzeit:

90 min

Perle (Vorderwürze):

66 g, % α-Säure

Bitterorangenschalen getrocknet:

14 g für 10 min mitkochen

Indische Koriandersamen:

11 g für 5 min mitkochen

Gärung und Reifung:

Hefe:

Wyeast 3944 Belgian Witbier oder 3463 Forbidden Fruit

Gärtemperatur:

22 °C

Karbonisierung:

6.5 g/l

Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept

Das Rezept stammt ursprünglich von Hanghofer, ich habe es etwas anders gehopft.
Weizenrohfrucht relativ fein schroten, sonst leidet die Ausbeute (mit Porkert o.Ä. mahlen, am besten zwei mal hintereinander, normale Walzenmühle geht nicht, da rutschen die Körner nur durch und bleiben ganz). Koriandersamen frisch im Mörser zerstoßen. Der Weizen kommt aus dem Reformhaus, alle anderen Zutaten und die Hefe können über HuM besorgt werden oder direkt bei schnapsbrenner.eu. Läutern ist gar kein Problem (Mattmill Blech). Iodprobe nicht vergessen (die Rohfrucht wird problemlos verzuckert).
Restalkalität Brauwasser: 3,4°dH mit CaCl2 und Milchsäure eingestellt.
Muss eventuell mit abgekochten Brauwasser auf die gewünschte Stammwürze verdünnt werden.

Edit: Hab das Rezept jetzt mal verändert. Die Maitre Brasseur ist als Trockenhefe auch gut geeignet, auch wenn sie eher deutsche als belgische Weizenaromen produziert.
Der Hopfen ist eigentlich egal. Man kann eigentlich alle gängigen deutschen Sorten nehmen, z.B. Tettnanger, Spalter Select usw. Strisselspalter passt sicher auch sehr gut.

Und noch mal Edit: Die Forbidden Fruit (3463) passt auch wunderbar rein.
Hier übrigens das Originalrezept:
http://netbeer.org/content/view/21/68/lang,de_AT/

Benutzerkommentare zu diesem Rezept

Von: Siedlerbräu 26.07.2012 - 08:00 Uhr

Ich habe das Rezept so ähnlich nachgebraut und es war ein super Bier. Verwendet habe ich die Brewferm Blanche. Vielden DANK !

Von: Kurt 20.11.2012 - 12:48 Uhr

Eine Version des Rezepts mit der WYeast 3942 (Belgian Wheat) und Saphir schmeckts wirklich hervorragend. Die Gewürzmenge ist schön dezent - grade richtig!

Von: Boludo 20.11.2012 - 12:53 Uhr

Die 3942 würd mich auch sehr interessieren, die ist so wie ich es mitbekommen hab ja eher estrig aromatisch. Die 3944 würd ich jetzt eher als phenolisch bezeichnen. Hopfen spielt bei dem Bier keine so große Rolle und da kann man sicher recht kreativ variieren.

Von: Thomator 11.02.2013 - 08:16 Uhr

Auch ich habe dieses Rezept leicht verändert nachgebraut. Wie Stefan schon gesagt hat, beim Hopfen kann man schön rumprobieren, da er hier nur die zweite Geige spielt. Ich hatte Saphir und Citra drin. Außerdem Gelbweizen als Rohfrucht, gab 'ne wunderbar gelbe Farbe. Vergoren ebenfalls mit der Brewferm Blanche wurde es ein supersüffiges und fruchtiges Sommerbier. Am Anfang dachte ich dass die Gewürzmenge höher hätte sein dürfen, das Bier hat sich aber toll entwickelt und im Nachhinein gesehen würde ich es genau so wieder brauen. Werde ich auch :)
P.S. die Karbonisierung hatte ich etwas reduziert, auf 6g/liter

Von: braugnom 17.05.2014 - 21:05 Uhr

Habe das Bier fast so nachgebraut, mit der 3944. Einzig den Hopfen habe ich ausgetauscht und statt der Perle habe ich Sorach Ace verwendet. Das gibt dem Bier in meinen Augen noch den "Extrakick".

Von: Boludo 21.09.2014 - 13:25 Uhr

Also wenn man das Bier mit der Forbidden Fruit vergärt und auf 21 IBU hopft, kann man damit sogar einen Hobbybrauwettbewerb gewinnen;)

Von: oliver0904 13.11.2014 - 22:03 Uhr

Mittlerweile zum 3. mal gebraut. 1x mit der Brewferm Blanche und 2x mit der Godzdawa Belgian Wit. Schmeckt mir mit der Godzdawa besser nach ausreichender Lagerung.
Tolles Rezept, danke!

Von: braunoob 07.12.2014 - 17:03 Uhr

Was muss man den so an Reifezeit einplanen nach Abfüllen?

Von: Boludo 07.12.2014 - 17:17 Uhr

Wit kann man bereits nach der Nachgärung trinken oder auch nach 1 Jahr. Es verändert sich aber sehr. Frisch kommen die Gewürze viel stärker durch, sehr alt schmeckt es wie süßes Radler nach Zitrone.

Von: Johnny H 28.06.2015 - 20:12 Uhr

Wir haben es nun ebenfalls gebraut mit der Forbidden Fruit, gehopft ebenfalls mit Perle. Als einzige Änderungen haben wir noch 5g Orangenschalen hinzugefügt, sowie 2% Sauermalz. Die Herausforderung ist nun, bis zum Schmöckwitzer Treffen im August genügend übrig zu behalten - es ist nämlich sehr lecker!

Von: Cubensis 26.03.2016 - 21:58 Uhr

Sehr Sehr gutes Wit Rezept !!

Von: Duffman 06.05.2017 - 23:49 Uhr

Anstatt Bitterorangenschalen habe ich Grapefruitschalen verwendet.
Ist ein super Bier.
Perfekt für den Sommer.
Danke für das Rezept!

Von: Johnny H 19.06.2017 - 12:46 Uhr

Habe mittlerweile einige Erfahrungen mit diesem Rezept, da mittlerweile in mehreren Variationen gebraut und noch mehr Variationen getrunken. Persönlich bevorzuge ich die Versionen mit der Belgian Wit #3944 - die weichen, fruchtigen Hefearomen passen einfach ganz wunderbar zu der Schüttung. Als Vereinsevent haben wir das Bier dieses Jahr außerdem mit beiden Hefen gebraut und dann auch noch unterschiedlich gestopft. Stopfen muss nicht unbedingt sein, aber wenn, dann bevorzuge ich auch hier lieblich-blumige Hopfensorten, und z.B. 2 g/l Aurora fand ich sehr passend!

Von: artig 21.02.2018 - 16:44 Uhr

Habe das Bier am 21.01.2018, also genau vor einem Monat gebraut, am 28.01.2018 abgefüllt, also es hat sich sicherlich noch nicht final entwickelt, habe den Sud gesplittet und mit zwei unterschiedlichen Hefen vergoren, einmal mit der Forbidden Fruit und einmal mit der Mangrove Jack M21. Unfassbar unterschiedliche Biere sind es geworden, mein Favorit ist eindeutig die Forbidden Fruit, bei der M21 kommen die Aromen des Koriander (in meinem Fall 9g auf knapp 20 Liter, bei 25 Liter Ausschlagwürze und 58% SHA) viel zu stark durch. Ich würde nächstes Mal definitiv etwas mehr Orangenschalen nehmen oder alternativ in der WP ordentlich Mandarina Hopfen geben. Ich glaube das würde dem Bier sehr gut zu Gesicht stehen. Vom Geruch sind beide Biere sehr ähnlich, bin gespannt wie sich das im Laufe der Zeit ändert, habe es als Frühlingsboten gebraut, von daher darf es sich zur Zeit noch im recht kühlen Keller entwickeln.

Von: Hopfen-Q 16.12.2018 - 17:19 Uhr

Leckeres Sommerbier, schmeckt auch im Winter. Ich habe mit Mandarina gehopft und neben den Bitterorangen- auch Süßorangenschalen verwendet. Den Koriander aufgrund des vorherigen Kommentars leicht reduziert. Ist so auch mit der M21 sehr harmonisch und erfrischend geworden, auf jeden Fall typisch und eigenständig.

Von: Einfachnutzer 10.03.2019 - 09:48 Uhr

Habe die W378 in die Finger bekommen und das Rezept damit bereits 2x nachgebraut. Wirklich sehr lecker, eines der besten Sommerbiere, was ich bisher in den Fingern hatte … Mit den Orangenschalen und dem Koriander kann man m. A. ja nach Geschmack durchaus bis ca. 0,75-1gr / Liter gehen.

Von: bane22222 16.03.2019 - 19:15 Uhr

Ich habe das Rezept heute mit meinem Grainfather nachgebraut (bis auf Hopfenzugabe absolut identisch nachgebraut). Ich habe mit der Rohfrucht eine Sudhausausbeute von 56%. Sonst liege ich unter ausschließlicher Verwendung von Malz bei 65%. Habe ich was falsch gemacht? Jodprobe wurde durchgeführt: Alles verzuckert!

MfG..Marco