Rezept unwiderruflich löschen?

Ja | Abbrechen

Münchner Dunkel

Dunkles Lager

fürL Ausschlagswürze

bei % Sudhausausbeute

Erstellt von: Kurt am 22.08.2012

Stammwürze: 12.5% | Bittere: 22 IBU | Farbe: 35 EBC | Alkohol: 5 %

DER Münchener Klassiker!

Brauwasser

Einmaischwasser / Zubrühwasser:

14 L

Nachguss:

15 L

Gesamt:

29 L

Schüttung

Münchner Malz 25EBC:

3.43 kg (92.5%)

Caraaroma:

140 g (3.8%)

Melanoidin:

140 g (3.8%)

Gesamt:

3.71 kg

Maischplan:
  • Einmaischen in 10 Liter Wasser (57 °C), ergibt 50 °C → 10 min rasten
  • 4 Liter kochendes Wasser zubrühen, ergibt 64 °C → 40 min rasten
  • 4 Liter Dickmaische ziehen, 10 min bei 72 °C rasten und 10 min kochen
    → Zubrühen ergibt 71 °C, anschließend 30 min rasten
  • Abmaischen bei 78 °C
  • Würzekochen: ?
    Die angegebenen Zeiten hinter den einzelnen Hopfengaben sind die Kochzeiten und bedeuten wie lange diese Hopfengabe mit der Würze gekocht wird. So bedeuten 20 min eine Zugabe 20 min vor Kochende und 0 min ein Zugabe direkt am Kochende. Vorderwürzehopfung bedeutet eine Zugabe noch bevor die Würze kocht, also z.B. direkt nach dem Läutern. Unter Whirlpoolhopfung ist eine Hopfengabe nach Kochende und (meist) nach einer Abkühlung auf z.B. 80°C direkt in den Whirlpool zu verstehen.

    Würzekochzeit:

    70 min

    Spalter Select:

    20 g, % α-Säure , 60 min

    Spalter Select:

    10 g, % α-Säure , 5 min

    Gärung und Reifung:

    Hefe:

    Fermentis Saflager W34/70

    Gärtemperatur:

    10 °C

    Endvergärungsgrad:

    73%

    Karbonisierung:

    5 g/l

    Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept

    Keine klassische Kesselmaische, ein beheizbarer Maischebehälter ist aber von Vorteil beim Halten der Rasttemperaturen und Erreichen der Abmaischtemperatur.
    Die Dekoktion ist wichtig für den Geschmack des Bieres!

    Recht dick mit 1:2,5 einmaischen. Die erste Rast wird durch Zubrühen von 4L (bei 20L Ausschlag!) kochenden Wassers erreicht. Die zweite Rast wird per Dekoktion folgendermaßen angefahren:
    4L (bei 20L Ausschlag!) Dickmaische ziehen, bei 72°C verzuckern und mindestens 10 Minuten kochen. Zubrühen ergibt 71°C.
    Je nach Anlagenart können die erreichten Temperaturen abweichen, dann muss man korrigieren. (kaltes oder heißes Wasser / Heizung benutzen).
    Die Abmaischtemperatur kann durch eine weitere Dünnmaische oder einfaches Aufheizen erfolgen.
    Ein deutscher Aromahopfen ist Sortentypisch. Spalter Select macht sich sehr gut in dem Bier. Die W34/70 ist bequem als Trockenhefe zu beziehen und liefert gute Ergebnisse. Mit 100% MüMa wird es ein super Bier. Etwas Caraaroma und Mela bringen nochmal etwas mehr Geschmack. Ich war selbst skeptisch, aber probiert es aus!

    Benutzerkommentare zu diesem Rezept

    Von: dergrutz 27.01.2017 - 12:27 Uhr

    Hallo, Kurt,

    ich würde dieses Rezept gerne nachbrauen, allerdings mit etwas mehr Hopfen (ca. 25-26 IBU). Stiltypisch für ein Münchner Dunkel wäre es dann ja noch (18-28 IBU)... Meinst Du, das Bier verträgt das?

    Mir noch etwas unklar: Während der Kochmaische bleibt der Hauptteil der Würze ja weiter bei Maltoserast-Temperatur von 64 °C. Die Maltoserast ist mit 40 Min. schon nicht gerade kurz und verlängert sich ja um mindestens noch weitere ca. 30 Min. während der Koch(Teil-)maische. Kannst Du kurz etwas dazu sagen, wie sich das auf die "Trockenheit" des Bieres auswirkt?

    Danke vorab!
    Stefan

    Von: Benni 02.03.2017 - 18:14 Uhr

    Sehr gutes Rezept, kann ich sehr weiterempfehlen. Malzig aber trotzdem süffig. Habs jetzt 2 mal gebraut, einmal wie hier beschrieben im Orginal und dann mit der Wyeast 1007 (vergoren bei 14 °C) und Hallertauer Mittelfrüh. Version Nummer 2 schmeckte mir sogar einen Tacken besser.

    Von: dergrutz 19.03.2017 - 14:48 Uhr

    Habe das Rezept genauso nachgebraut und bin schwer begeistert.
    Nach insgesamt 3 Wochen Haupt-/Nachgärung sowie anschließend 3 Wochen Kaltlagerung im Kühlschrank schon rund und harmonisch. Sehr gelungene, kernige Malzigkeit, die für ein Dunkel typisch ist. Meine Mitverkoster haben mir das Bier auf einer Geburtstagsparty quasi aus den Händen gerissen...

    Von: Benni 12.04.2017 - 21:24 Uhr

    Ach ja, für die die keine Möglichkeit zur untergärigen Vergärung haben. Habs mal mit der Nottingham probiert und bin immernoch begeistert.

    Von: Vilor 03.10.2017 - 13:12 Uhr

    Das war mein erster untergäriger Sud und gleichzeitig das erste Mal, dass ich mit Dekoktion gebraut habe. Ist wirklich ein sehr tolles, geschmacksintensives Münchner Dunkel geworden. Es schmeckt malzig aber nicht süß. Wird wohl eines meiner Standard Rezepte werden, um einen 10L "Starter" für kräftigere, untergärige Bockbiere herzustellen.

    Von: Saintinpain 28.03.2018 - 06:41 Uhr

    Hallo Kurt,
    vielen Dank für das tolle Rezept. Das Münchner Dunkel ist eines meiner Standardrezepte gewurden. Ganz großes Kino :)

    Von: Malzknecht 14.04.2019 - 13:14 Uhr

    Hallo Kurt,
    danke für das tolle Rezept. Es schmeckt uns allen sehr gut. Eine angenehme kernige Malzigkeit und die Malz-Kräuter Aromen sind ideal eingebunden. Die Schüttung ist einfach und der Spalter Select genau richtig.
    Meine Braudoku und das Resultat mit Bewertung und Bildern, habe ich hier etwas ausführlicher dokumentiert:

    https://malzknecht.de/rezeptbewertung/muenchner-dunkel/

    Danke und viele Grüße
    Malzknecht

    Von: tikra 28.05.2019 - 11:46 Uhr

    Ein Dunkles, wie man es sich vorstellt. Es ist nicht so malzig wie ein Schwarzbier, Malzigkeit und Bittere halten sich sehr schön die Waage. Ich habe es zweimal obergärig mit der Nottingham gebraut - so wie oben von Benni beschrieben.
    Kurt, danke für das Rezept.