Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept
(Gesamt-)Wasserprofil (mg/L):Ca: 54, Mg: 6, Na: 46, Chlorid: 100, Sulfat: 51, RA: -2°dH, Maische-pH: 5,6
Nachisomerisierungszeit: ca. 5min
Da Ostern dieses Jahr recht spät liegt, habe ich mit diesem Bock das Fasten gebrochen. Vielleicht deshalb auch die etwas euphorische Beschreibung ;-)
Der Malzkörper kommt wirklich schön rüber, ohne mastig zu sein die Würzigen Hopfennoten harmonieren gut, den Alkoholgehalt schmeckt man kaum. Ich bilde mir ein, Marzipan im Antrunk und leichte Lakritznoten im Abgang wahrgenommen zu haben.
Beim Maibock scheiden sich ja oft die Geister, aber ich fand ihn für meinen Geschmack gelungen.
Mir war wichtig, dass der Maibock trotz seiner Stärke süffig bleibt und nicht zu schwer wirkt.
Über die Rast (sog. Säurerast, wobei der Begriff wohl auch überholt ist) bei 40 °C kann man natürlich streiten, vermutlich braucht man sie auch nicht, aber ich bilde mir ein sie verbessert das Mundgefühl und die Schaumstabilität.
Die Hefe (20g) habe ich bei 9°C angestellt und auf 11°C kommen lassen, dann bei 11°C 5 Tage Hauptgärung.
Dann die Temperatur schrittweise über einen Tag auf 14°C erhöht und erneut 5 Tage gehalten. Dann ColdCrash und einmal umgeschlaucht. Abfüllung in Flaschen und auf relativ spritzige 6-6.5g/L CO2 mit Haushaltszucker karbonisiert.
Das Bier profitiert von einer längeren Reife/Lagerzeit. Ich habe es Mitte Februar gebraut und am Ostersonntag (20.04.) das erste mal verkostet.
Die M76 sedimentiert sehr schön und hinterlässt ein schön klares Bier auch ohne Hilfsmittel.
Gut Sud!