Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept
Eraclea-Anteil bringt hier etwas untypisch aber passende Note ins Bier. Der Maischeplan ist bewusst auf Nelken-Verzicht angelegt,deshalb keine Ferularast. Ph bei 10 - 15 Min. messen (Ziel ~ 5.3)Ich braue hier auf Sylt und muss am Leitungswasser kaum etwas verändern.Banane soll hier der Hauptdarsteller sein. Der Hopfen nimmt in diesem Fall aus gleichem Grund auch keinen starken Einfluss - aufgrund dessen: kein Whirlpool, kein Stopfen - nur reine Bittergabe.
Im Übrigen wollte ich mich hier auch für den Einsatz von Trockenhefe überzeugen - verstehe diese abwertenden Meinungen nicht immer wirklich.
Die Gärung lief wie folgt ab: Anstellen und mäßig belüften, Underpitching ist hier angesagt - diese Hefe kann ruhig etwas gestresst werden um das entsprechende Aroma zu bilden - also bis 0.5g pro L völlig ausreichend.
nach dem Pitchen und Gärstart für 24 Stunden auf 18-19°C halten.
Danach,ab Tag 2 dann auf 21 - 22°C steigen lassen - Nicht langfristig höher gehen , könnte sonst in zuviel Kaugummi-Esther resultieren.
Geduld haben aber auch nicht zu lange warten. Nicht zu früh kühlen bei Ende der Gärung sondern auf der normalen Zimmertemperatur von ca.20°C halten. Erst dann etwas kühlen wenn man möchte.
Bei konstantem Restextrakt über 3 Tage gleich:abfüllen. Weizenbiermäßig Karbonisieren und bis zum gewünschten Druckaufbau bei Zimmertemperatur stehen lassen. 3-5 Tage , dann kühlen und schon recht bald genießen. Hefeweizen ist schnell trinkbar und sollte auch frisch genossen werden - lange Reifezeiten sind hier nicht so angesagt.
Das fertige Hefeweizen steigt im Geruch schon deutlich mit Bananenaroma in die Nase. Der Antrunk bestätigt das nochmal und im Abgang kommt das ganz leicht nussige Eracleaaroma durch.