Marakuhja Monster - Idaho7SH

India Pale Ale (NEIPA)

für L Ausschlagwürze

bei % Sudhausausbeute

Erstellt von: drmewes am 19.09.2020

Stammwürze: 13.1% | Bittere: 20 IBU | Farbe: 5 EBC | Alkohol: 5 %

Maracujasaft mit leichter Biernote auf Maris-Otter-Hafer Basis. Durch die Kveik-Gärung bei 35-25C schon nach 5 Tagen im Glass.

Brauwasser

Hauptguss:

24 L

Nachguss:

12 L

Gesamt:

36 L

Schüttung

Maris Otter:

5 kg (83.3%)

Haferflocken:

1 kg (16.7%)

Gesamt:

6 kg

Maischplan:

Einmaischen:

55 °C

1.Rast:

52 °C für 15 min

2.Rast:

65 °C für 60 min

3.Rast:

72 °C für 5 min

Abmaischen:

78 °C

Würzekochen: ?

Würzekochzeit:

30 min

Idaho7 (Vorderwürze):

5 g, % α-Säure

Idaho7:

45 g, % α-Säure , 5 min

Idaho7:

50 g, % α-Säure , Whirlpool

Irres Moos:

5 g für 5 min mitkochen

Gärung und Reifung:

Hefe:

Kveik Voss

Stopfhopfen:

100 g Idaho7

Gärtemperatur:

35-25 °C

Endvergärungsgrad:

70%

Karbonisierung:

5 g/l

Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept

Habe dieses minimalistische NEIPA Grundrezept mit verschiedenen Hopfen Kombis häufiger Gebraut. Dieses mal wollte ich eigentlich nur den neuen Idaho7 ausprobieren, daher SH. Das Ergebnis hat mich eben so umgehauen, dass ich mich genötigt sehe dieses Rezept hier mitzuteilen.

Die Maris-Otter Haferflocken Mischung macht geilen Schaum und eine super Basis für den wirklich aussergewöhnlich fruchtigen Idaho7 Hopfen. Die die Säure und Hefe Noten von der Kveik Voss ergibt sich sehr saftiger Gesamteindruck. Es herscht Maracuja.

Gebraut im Brauheld 35L mit Läuterhexen Upgrade.

25 L relativ salzarmes Bonner Wasser auf NEIPA eingestellt (10 mL Milchsäure, 10 mL CaCl2 Lösung und 1 TL CaSO4).

Durch den niedrigen Start bei 55C und 10 min "Einweichen" bei 52C beuge ich Hafer-getriebenen Verstopfungen vor. Die Erfarung mit dem Malzrohr zeigt, dass es dadurch viel besser läuft. Aus dem selben Grund mische ich immer gut 500 g Reishuelsen ins Getreide.

Nach dem Aufheizen auf 65C Rühre ich den "Filterkuchen" einmal nach ca 30 min gründlich um die die Ausbeute zu erhöhen. Das bringt erfahrungsmäß noch mal so 3-5%.
Dabei gehe ich nicht bis ganz auf den Boden, um den Partikeleintrag gering zu halten. Die Maische wird dabei kurz trüb, klaert sich aber nach wenigen minuten wieder komplett.

Abmaischen nach aufheizen auf 78C. Nachgüsse auf das Malzrohr in regelmäßigen Abständen. Vorderwürze und Vollgas.

Kurzes Kochen für 30 min schont die Umwelt und reicht bei diesem Stiel völlig aus.

Der Klärung wegen kommt mit der 5 min Gabe noch etwas Irres Moos rein.

Spirale rein. Kühlung auf 80C in 3 min.

Spriale raus. Whirlpoolgabe bei 80C und Hopstand für 15 minuten. Hier gebe ich immer 500 mg Ascorbinsäure zu damit das Bier schön hell bleibt (beugt oxidation durch Hopfenenzyme vor).

Spirale rein, weiterkühlen. Die Umwelt noch mehr schonen und nur auf 35C Kühlen.

Ab in den Fermenter mit Kveik. Kveik ist schön, ist fire-and-forget, einfach stehenlassen und abwarten. Blubbert nach wenigen Stunden (wenn überhaupt) und ist nach 3-4 Tagen bei RT durch, und macht dabei auch noch fruchtige NEIPA Noten.

Dieses mal habe ich die Hefe wirklich schon bei Kveikigen 35C zugegeben und dazu war es noch relativ warm mit 25C RT. Aber ich muss sagen: Das Ergebnis lässt nichts zu wünschen übrig. Nach 4 agen Gärung und 1 Tag Coldcrash sehr trinkbar.

Wenn die HG langsam nachlässt nach 2 Tagen Stopfe ich hier mit Idaho7 und gebe noch mal 500 mg Vitamin C dazu. Das beugt Oxidation vor und schont bestimmt auch die Umwelt.

An Tag 5 war die Gärung praktisch zuende bei ca 7.1 brix.
Coldcrash eingeleitet und 2 Tage später eingekeggt.

Nächstes mal versuche ich wieder ein bisschen mehr Stammwürze zu bekommen. Angepeilt sind eher so 13.5 brix.

Prost.

Benutzerkommentare zu diesem Rezept

rudis 28.09.20, 10:56 Uhr
guten tag auch, okay dann ist das auch klar gestellt, denn ich hab mit dem Idaho7 diese Geschmacksvariante nicht erkennen können. wird dann wohl mit ander Hefe liegen, diese hab ich noch nicht ausprobiert!
drmewes 27.09.20, 16:34 Uhr
Ich glaube du hast mich da falsch verstanden :D Da kommt kein Saft rein, sondern die Maracujanote kommt voll und ganz aus dem Idaho7 Hopfen und durch die lauschig warme Kveik-Gaehrung. Beim ersten Verkosten nach dem Coldcrash hat das Jungbier so extrem an Maracujasaft bzw. frisch aufgeschnittene Maracuja erinnert (auch weil praktisch noch ohne Kohlensaeure), dass sich diese Bezeichnung aufgezwungen hat. Leider hat dieses intensive Fruchtaroma nach einer Woche im Keg deutlich nachgelassen. Weiss nicht ob das druch Oxidation kommt? Habe eigentlich alles dafuer getan Luftkontakt zu vermeiden (Bier vom Fermenter in den Keg-out Port, CO2 vom Keg in-Port an den Fermenter, Keg vorher mit CO2 Leergedrueckt). Ist aber auch kein Drama, schmeckt immer noch sehr fein - jetzt halt eher nach Bier :) Ich bin uebrigends kein Freund davon, mit Fruchtsaeften zu arbeiten - im Gegenteil - ich habe ehrlichgesagt noch nie ein Saft-Bier probiert, das mir geschmeckt hat. lg, Jan
Zuletzt geändert: 27.09.20, 17:10 Uhr
rudis 27.09.20, 13:29 Uhr
hi, du schreibst "Maracujasaft" im Text, aber bitte wo ist der dann im Rezept zu finden?
drmewes 27.09.20, 08:13 Uhr
Eigentlich hatte ich eins angehängt. Komisch... Liefere ich nach. Ist auf jeden fall sehr Hasig.
danithehil 19.09.20, 10:08 Uhr
Klingt super! hast du ein Bild dazu? wäre interessant auch zu sehen wie hazy es wird