Bernsteinweizen süffig, fruchtig

Helles Hefeweizen

Autor: Marc881 | Erstellt am 30.04.2025

St.würze 13%
Bittere 15IBU
Farbe 16EBC
Alkohol 5.2%

Bernsteinweizen süffig, fruchtig. Mischverfahren Infusion und Dekoktion! DryHopping.

für Ausschlagwürze
bei Sudhausausbeute

Brauwasser

Hauptguss 55 Liter
Nachguss 33 Liter
Gesamt: 88 Liter

Schüttung

Weizenmalz Hell
6.07 kg(44%)
Wienermalz
3.45 kg(25%)
Münchner Malz
1.93 kg(14%)
Pilsner Malz
1.38 kg(10%)
Sauermalz
0.69 kg(5%)
Caramell Malz Hell
0.276 kg(2%)
Gesamt: 13.8 kg

Maischplan

Einmaischen 45°C
1. Rast 45°C 27 min
2. Rast 63°C 30 min
3. Rast 73°C 25 min
4. Rast 78°C 15 min
Abmaischen 78°C

Würzekochen?

Gesamtkochzeit: 90 min
Perle
24 g 90 min
Smaragd
21.2 g 45 min
Citra
5 g 45 min
Perle
3 g 10 min
Mandarina Bavaria
5.15 g 10 min
Citra
5 g 10 min

Gärung und Reifung

Hefe:

Gozdawa Bierhefe Bavarian Wheat 11

Stopfhopfen:

65 g Smaragd

47 g Mandarina Bavaria

37 g Tradition

Zusätzlich in die Gärung:

28 g Vista

10 g Belma

Gärtemperatur:

22 °C

End­vergärungsgrad:

73%

Karbonisierung:

6 g/l

Anmerkungen des Autors zu diesem Rezept

Maischverfahren:

Wasser vorlegen bis 45 Grad mit Gas-Infusion (oder Zubrühen aus Kessel über Feuer)

Heizen von 45 Grad auf 63 Grad über Gas-Infusion

Heizen von 63 Grad auf 73 Grad durch Kochmaische wie folgt:
Entnehme 28% Dickmaische aus der Gesamtmaische im MAischebottich und erhitze diese im Feuerkessel auf 73 GRad Celsius und fülle diese um in einen Thermoport. Dort die gezogene Dickmaische für 25min RAsten.
Fülle nun diese gerastete Dickmaische wieder in den Feuerkessel und bringe sie zum Kochen und koche sie unter Rühren für 15 min.
Füge die kochende Kochmaische schöpfend in den Maischebottich zur Gesatmaische. Du erhälst eine GEsamtmaische mit 73 Grad Celsius.
Nun raste die 73 Grad heiße Gesamtmaische für 25 Minuten.
Nun heize die Gesamtmaische mit Gas-Infusion auf 78 Grad und raste die GEsamtmaische für 15 min und führe danach die Jodrast durch.
Wenn Jodnormal, abläutern.



Hefemanagement und Reifung:

Revitalisierung der TrockenHefe bei 27*C.

Anstelltemperatur der Würze 20*C (und dann auf 22 Grad Hauptgärtemperatur die Hefe kommen lassen).

Für die Nachgärung im Druckgeschlossenen Gär-und Reifetank, das Jungbier für 5 Tage, bei 3 bar Spunddruck, auf 25 *C bringen und halten (für die gewünschte Frucht-Esterbildung).
Danach Coldshock auf 4 *C bei einem Spunddruck von 1,1 bar durchführen und für 20 Tage Reifen.
Erstanstich Empfehlung nach dieser Zeit.
Lagerung bis zum vollständigen Verzehr kann bei 6,5 *C und 1,3 bar Spunddruck erfolgen.

Alternative DryHoppingmenge (für begleitende Fruchtigkeit):

In der Regel gibt es 2 Typen von Fans Kaltgehopfter Biere.
Die einen brauchen eine Frucht dominierende "GAUMEN-BOMBE", die anderen genießen auf Sommelier-Art die Nuancen der die Malzigkeit unterstützenden Hopfenöl-Aromen. Für die zweiten habe ich einen alternativen Hopfungsplan:

Für 70 Liter Bernsteinweizen werden folgende Hopfenmengen empfohlen:

Mandarina Bavaria: 20 g

HBC 1019: 18 g

Amarillo: 18 g

Mit dieser Mischung und Dosierung erhältst du ein Bier, bei dem die klassischen Weizenaromen – wie Banane, Nelke, fruchtige Hefenoten und das milde, leicht karamellige Malz – durch eine moderne, fruchtige und zugleich dezente Hopfennote begleitet und gehoben werden. Die gewählte Dosierung sorgt dafür, dass der Hopfen deutlich wahrnehmbar ist, aber das typische Weizenaroma nicht überdeckt. So bleibt das Herzstück des Bernsteinweizens erhalten und wird durch neue, spannende Facetten bereichert.
Beschreibung der einzelnen Hopfenaromen und ihrer Wirkung
Mandarina Bavaria (20 g)

Aromen: Mandarine, Orange, Zitrus, leichte Beeren- und Kräuternuancen.

Wirkung im Bernsteinweizen: Die Mandarinen- und Orangentöne ergänzen die fruchtigen Ester der Weizenhefe und sorgen für eine frische, sommerliche Note. Dadurch wirkt das Bier lebendiger und moderner, ohne die klassischen Weißbieraromen zu überdecken. Die leichten Beeren- und Kräuternuancen bringen zusätzliche Komplexität und Tiefe ins Aroma.

HBC 1019 (18 g)

Aromen: Melone, Pfirsich, tropische Früchte, Kokosnuss.

Wirkung im Bernsteinweizen: Die melonigen und tropischen Noten bringen eine exotische, moderne Komponente ins Bier. Sie verstärken die Fruchtigkeit und machen das Aromaprofil komplexer und spannender. Die tropischen Aromen harmonieren besonders gut mit den klassischen Hefe- und Malznoten des Weizens und sorgen für ein modernes, aber dennoch harmonisches Biererlebnis.

Amarillo (18 g)

Aromen: Orange, Pfirsich, floral, leicht zitrusartig.

Wirkung im Bernsteinweizen: Die Orangetöne verbinden sich mit dem Mandarina Bavaria, während die floralen und pfirsichigen Akzente für eine elegante, runde Abrundung sorgen. Amarillo bringt zusätzliche Frische und eine dezente Blume ins Aroma, die das Bier abrundet und für ein angenehmes, vielschichtiges Geschmackserlebnis sorgt.

Zusammenspiel der Aromen im Bernsteinweizen

Durch die Kombination der drei Sorten entsteht ein harmonisches, fruchtiges Aromaspektrum, das die klassischen Weizenaromen – Banane, Nelke, mildes Malz – begleitet und hebt. Die Hopfenaromen treten dabei nie in den Vordergrund, sondern unterstützen die Komplexität und Tiefe des Bieres. Besonders die Mandarinen- und Orangentöne sowie die tropischen und floralen Noten sorgen für ein modernes, aber dennoch typisches Bernsteinweizen-Erlebnis.
Sensorische Zusammenfassung

Geruch: Frische Zitrus- und Mandarinennoten, leichte tropische Nuancen, dezente Blume, dazu klassische Weizenhefe (Bananen, Nelken).

Geschmack: Mildes Malz, fruchtige Ester, dezente Mandarinen- und Orangentöne, exotische Melonen- und Pfirsichnoten, floraler Abgang.

Mundgefühl: Cremig, spritzig, harmonisch – das Hopfenaroma ist präsent, aber nie aufdringlich.

Fazit

Mit dieser Hopfenmischung und Dosierung erhältst du ein modernes, fruchtiges Bernsteinweizen, bei dem die klassischen Weizenaromen durch frische, exotische und florale Hopfennoten begleitet und gehoben werden. Das Ergebnis ist ein harmonisches, vielschichtiges Bier, das sowohl Fans klassischer Weizen als auch Liebhaber moderner Aromen begeistern wird. So bleibt das Bernsteinweizen typisch, aber gleichzeitig spannend und facettenreich – ganz ohne dass der Hopfen dominiert.
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